Sonnenuntergang über Berlin

Es geht weiter!

Seit dem letzten Artikel, der auf Anderes.Berlin erschien, ist einige Zeit in’s Land gegangen. Natürlich hatte das seine Gründe, deren bedeutendster, wie Sie, liebe Leser, sich sicherlich vorstellen können, der Tod meines Vaters und Mitautors Johannes Glintschert im Jahre 2024 war. In der Folge war es mir aus ganz persönlichen Gründen nicht mehr ohne weiteres möglich, einfach weiterzumachen, als wäre nichts geschehen. Zwar hatte ich in dem Nachruf, den ich für ihn verfaßt hatte, geschrieben, ich würde die Website Anderes.Berlin nun allein weiterführen, doch war das leider schwerer als gedacht. Zu sehr erinnerte jeder Versuch, mit dem nächsten Artikel weiterzumachen, mich daran, daß er nicht mehr da war. Zu sehr fehlte mir seine Mitwirkung daran. Denn auch, wenn ich meine Beiträge zuvor stets allein verfaßt hatte, halfen mir doch die Gespräche mit ihm und seine Hinweise, Ideen und Ratschläge sehr dabei. All das fehlte nun.

Und so war es, wie Sie vielleicht bemerkt haben, für einige Zeit recht still auf dieser Website geworden, die gewissermaßen, genau wie ich, eine längere Auszeit genommen hat. Gut Ding will Weile haben, heißt es. Und so brauchte auch ich diese zurückliegenden Monate, um wieder neuen Elan, neuen Schwung zu finden, mittels derer ich das gegebene Versprechen einlösen konnte, Anderes.Berlin weiterzuführen, in ehrendem Gedenken an meinen Vater.

Im Rahmen dieses Prozesses habe ich mir in den letzten Wochen und Monaten, auch wenn ich noch nicht wieder aktiv an der Website tätig war, doch so meine Gedanken gemacht, wie es denn weitergehen könnte. Sollte alles so bleiben? Oder sollte sich etwas ändern? Und wenn ja, was und wie?

Nun müssen Sie, liebe Leser, sich keine Sorgen machen. Einen kompletten Neubeginn wird es auf Anderes.Berlin nicht geben. Ich werde nicht plötzlich das Konzept der Website umwerfen und von nun an Artikel über das Nacht- und Partyleben der Stadt verfassen. Die Grundidee der Seite, sich mit der Geschichte Berlins zu beschäftigen und dabei die "Geschichte(n) einer Stadt", wie es im Untertitel der Website heißt, zu erzählen, bleibt selbstverständlich bestehen. In der Vergangenheit kamen dabei jedoch oft sehr sehr lange Beiträge heraus, manchmal sogar ganze Artikelserien zu einem einzigen Thema. Nun ist das nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Allerdings hat es doch eine Kehrseite. Die Recherche für derartige Beiträge dauert in der Regel sehr lange. Und auch das Schreiben benötigt viel Zeit[1]Einen kleinen Einblick in die mit einer solchen Artikelserie verbundene Arbeit hatte ich im Jahre 2019 einmal auf meiner persönlichen Website glintschert.de gegeben.. Das hat in der Vergangenheit oft dazu geführt, daß die Frequenz, in der auf Anderes.Berlin etwas Neues erschien, sehr niedrig war. Und auch für Sie, die Leser, stellen derartige Artikel eine gewisse Herausforderung dar. Zum einen benötigt man sehr viel Zeit, um sie zu lesen. Zum anderen gehen diese Artikel aber auch mehr in's Detail, und das ist vielleicht nicht für jeden Leser gleichermaßen von Interesse.

Demgegenüber stehen allerdings auch meine eigenen Präferenzen und Wünsche als Autor. Ich recherchiere und verfasse diese Artikel - und ich denke, das darf ich an dieser Stelle ruhig zugeben - auch aus einem gewissen Eigeninteresse an dem jeweiligen Thema. Und wenn ich etwas recherchiert und herausgefunden habe, dann will ich es auch erzählen. Mir ist allerdings bewußt, daß das Ergebnis vielleicht nicht für jeden potentiellen Leser von Anderes.Berlin von gleichem Wert ist. Während der eine diese Detailtiefe schätzt, mag sich der andere vielleicht einen etwas allgemeineren und kürzeren Überblick wünschen.

Für die Zukunft heißt das, daß es diese langen Artikel und auch Artikelserien auf Anderes.Berlin natürlich weiterhin geben wird. Sie werden allerdings durch kleinere und kürzere Beiträge Ergänzung finden, die nicht immer die gesamte Historie ihres jeweiligen thematischen Gegenstands berichten müssen, sondern gegebenenfalls nur einen Aspekt herausgreifen, vielleicht eine spezielle Geschichte erzählen werden - gemäß dem Motto "Geschichte(n) einer Stadt". Die neue Rubrik Kurz erzählt... wird diesen Kurzbeiträgen ein eigenes Zuhause auf Anderes.Berlin geben. Und wenn es inhaltlich paßt, kann es sogar sein, daß sie später in einem größeren Artikel wieder auftauchen werden. Beispielsweise können sie zukünftig in die Beschreibung eines Spaziergangs durch die Stadt integriert sein, von denen es schon einige auf dieser Website gibt. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie demnächst hier und da auf eine Geschichte stoßen, die Sie schon einmal anderswo auf Anderes.Berlin gelesen haben. Geschichten wollen nicht nur erzählt, sie wollen auch gehört oder gelesen werden. Und sie stehen nie für sich allein. Sie haben oft Beziehungen zu anderen Geschichten, und die wieder zu weiteren. Da lohnt es sich durchaus, sie in verschiedenen Kontexten zu erzählen. Oder auch für sich allein.

Und um der Transparenz die Ehre zu geben: auch die Künstliche Intelligenz, die derzeit in aller Munde ist, wird auf Anderes.Berlin ihren Einzug halten. Allerdings - und das ist ein Versprechen - nicht in dem, was den Kern dieser Website ausmacht: in den Geschichten. Die Texte sämtlicher Beiträge werden auch in Zukunft von mir verfaßt werden. In guter alter Denk- und Handarbeit. Sie müssen also keine Befürchtungen haben, daß Sie hier plötzlich wie in vielen heutigen Medien Texte zu lesen bekommen, die von einer KI geschrieben wurden. Ich werde mir allerdings die Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz zunutze machen, um mir von ihr bei der Recherche helfen zu lassen, beim Auffinden von Informationen und Quellen. Nachprüfen werde ich diese jedoch selbstverständlich selbst. Und auch Sie werden stets die Möglichkeit haben, das zu tun, denn ich werde sie in meinen Beiträgen stets angeben. Achten Sie dafür auf die Fußnoten! Darüberhinaus kann es sein, daß Sie zukünftig auf das eine oder andere dekorative Element stoßen werden, dessen Erstellung eine KI für mich übernommen hat. Das werde ich jedoch stets kenntlich machen. Und selbstverständlich bleiben historische Fotos, was sie sind: historische Fotos. Sie können also darauf vertrauen, daß jedes Bild auf Anderes.Berlin, das Ihnen Vergangenes zeigen will, echt ist.

Nun bleibt mir nur noch, meiner Hoffnung Ausdruck zu verleihen, daß Sie mir und dieser Website weiterhin gewogen bleiben, und Ihnen viel Spaß und Erkenntnisgewinn beim Lesen zu wünschen.

Herzlichst,

Alexander Glintschert.


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Anmerkungen:

Anmerkungen:
1. Einen kleinen Einblick in die mit einer solchen Artikelserie verbundene Arbeit hatte ich im Jahre 2019 einmal auf meiner persönlichen Website glintschert.de gegeben.