Bauakademie - Treppenhaus - 1911 (Ausschnitt)

Ansichtssache: Die Bauakademie

Dieser Beitrag ist Teil 6 von 8 der Beitragsserie "Die Bauakademie"

Aus der Geschichte der Berliner Bauakademie

Die Bauakademie hat lange Jahre das Erscheinungsbild des Friedrichswerders geprägt und war Teil der Schinkelschen Stadtlandschaft in der Mitte Berlins. Als sie dann gemeinsam mit dem Berliner Schloß verschwand, wurde diese Stadtlandschaft zum nicht mehr wiederzuerkennenden Fragment. Heute besteht die reale Chance, sie neu erstehen zu lassen.

Die Bilder in dieser Galerie zeigen die Bauakademie im Wandel der Zeiten – von ihrem Entwurf bis zur heutigen Schaufassade.

Das Portal der Bauakademie

Das ehemalige linke Portal der Schinkelschen Bauakademie wird nach deren Abriß von Richard Paulick und Karl-Günter Möpert in den Jahren 1969 und 1970 als Eingangsportal für die kleine Gaststätte „Schinkelklause“ verwendet, die sich in einem kleinen, von den beiden Architekten errichteten Pavillon im rückwärtigen Teil des ehemaligen Kronprinzen-Palais befindet. Heute wird der Pavillon gemeinhin als „Schinkel Pavillon“ bezeichnet, obwohl er eigentlich mit dem Architekten nichts zu tun hat. Der 2007 gegründete Kunstverein „Schinkel Pavillon e. V.“ nutzt ihn für seine Ausstellungen experimenteller zeitgenössischer Skulptur, Installation und Medienkunst. Die Gaststätte „Schinkelklause“ existiert heute nicht mehr – ihre Räumlichkeiten gingen 2014 ebenfalls an den Verein..

Obwohl sich das Portal damit gar nicht so weit vom alten Standort der Bauakademie entfernt befindet, gibt es heute hier keinerlei Hinweis auf den Ursprung der so reich verzierten, schönen Tür. So sollen wenigstens die Fotos dieser Galerie diesen Bezug wieder herstellen.

Die Terrakottaplatten im Sophiengymnasium

Wandert man durch die Straßen Berlins, kann man manchmal unerwartete Dinge entdecken. So auch in der Weinmeisterstraße im Berliner Scheunenviertel, wo sich das ehemalige Rektorenhaus des Sophiengymnasiums befindet. Manch einer läuft an dessen Toreinfahrt achtlos vorüber. Doch geht man einmal in diese hinein, erwartet einen ein kleiner Schatz. Links und rechts in den Seitenwänden befinden sich insgesamt elf Terrakottaplatten, die die bekannteste Motive des reichhaltigen Fassadenschmucks der ehemaligen Schinkelschen Bauakademie wiedergeben. Sie sind Kopien der Platten der Bauakademie und wurden von einem Bildhauer aus dem Umkreis von Christian Friedrich Tieck geschaffen. Zwar gibt es einige Dopplungen, doch sie vermitteln trotzdem einen kleinen Eindruck dessen, was mit der Bauakademie einst verlorenging, wie diese Galerie zeigt.

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